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Bei Denise im Pflegedienst Markranstädt

Gerade eben hat Praxisanleiterin Anne Ritter mit Denise einige Inhalte der ersten Schulwochen der Ausbildung besprochen. Dazu ziehen sich die beiden für gewöhnlich in ein ruhiges Büro des Pflegedienstes zurück. Denn in Markranstädt ist immer viel los. Insgesamt fahren die 44 Mitarbeiter über 300 Einsätzen pro Tag verteilt auf 29 Touren in Markranstädt und Umgebung.

Denise hat 2017 erfolgreich ihre Ausbildung zur Krankenpflegehelferin abgeschlossen. Während ihrer Schulzeit hatte sie die Gelegenheit verschiedene Berufe kennenzulernen. Der Pflegebereich beeindruckte sie damals am meisten, so dass nach ihrem Hauptschulabschluss der Weg für sie eindeutig feststand.

Schon nach der erfolgreichen Helferausbildung wusste sie, dass sie die Fachkraftausbildung absolvieren möchte. Nach der Kündigung durch ihren damaligen Arbeitgeber und auf der Suche nach einer neuen Jobperspektive, erhielt sie den Tipp von ihrer Oma, es einmal beim DRK zu probieren. Und dort hat es in Markranstädt auch geklappt: Seit Ende letzten Jahres arbeitet sie als Altenpflegehelferin im Pflegedienst. 

Da sie ein sehr freiheitsliebender Mensch ist, schätzt sie die Arbeit im Pflegedienst sehr. Hier hat sie u.a. ihre eigene Tour auf dem Dorf mit bis zu 11 Patienten. Die zu erledigenden Aufgaben bei den Patienten kann sie individuell besprechen und entsprechend umsetzen. Denise übernimmt als Altenpflegehelferin die Grundpflege und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Dabei berücksichtigt sie gern die Wünsche der Patienten. So gilt es für Denise, sich bei jedem Besuch auf verschiedene Situationen einzustellen und flexibel zu reagieren. „Das beste Geschenk ist es für mich, wenn ich meine Patienten in ihrer häuslichen Umgebung mit einem guten Gefühl wieder verlasse.“

Einmal kam die junge Frau schon in die Situation, in der es hieß, jede Minute zählt und das Leben eines Anderen hängt von ihren Entscheidungen ab: Bei einem Besuch ihrer Patientin Frau Müller* zeigte der Ehemann schlaganfallähnliche Symptome. Durch die schnelle Reaktion von Denise konnte er durch den von ihr gerufenen Rettungsdienst, dann im Krankenhaus schnell versorgt werden. Seit dem wird Denise beim Betreten der Wohnung der Müllers immer mit „meine Lebensretterin“ begrüßt.

Im September begann ihre berufsbegleitende Ausbildung zur Altenpflegerin, die insgesamt über dreieinhalb Jahre dauern wird. Dazu lernt sie die ganze Fachtheorie in unserem DRK Bildungswerk in der Naumburger Straße. Besonders schätzt sie ihre Lehrerin Nicole Haselbach, die alles ruhig erklärt. Ebenso findet sie toll, dass es Online-Vorlesungen gibt, die sie sich immer wieder ansehen kann.

Im Pflegedienst kümmert sich Anne Ritter als Praxisanleiterin um die fachpraktische Ausbildung. Dazu fahren sie gemeinsam auf Touren oder besprechen die Ausbildungsinhalte.

Auf die Frage hin, was sie Schülern bei der Ausbildungsplatzsuche mitgibt, antwortet Denise: „Es ist wichtig an sich zu glauben und sich nicht selbst Druck aufzubauen. Denn jeder hat sein Päckchen zu tragen.“ Den beruflichen Weg, den sie eingeschlagen hat, bereut Denise auf keinen Fall. Es war für sie genau das Richtige. So fühlt sie sich bei vielen ihren Patienten als Familienmitglied.

 

Interview wurde am 04.10.2018 geführt

 

 

* Name durch Redaktion geändert.