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Im Gespräch mit Manuel

Wir besuchten Azubi Manuel in unserem Altenpflegeheim Zwenkau im April und er berichtete uns von einem ganz normalem Tag.

Der Tag im DRK-Altenpflegeheim Zwenkau startet halb sieben nach dem Umziehen und einer Tasse heißem Kaffee. Durch die leitende Fachkraft des Wohnbereichs werden die anstehenden Aufgaben besprochen. Gab es Besonderheiten oder Vorkommnisse in der Nacht werden diese dem Team mitgeteilt.

Manuel übernimmt heute den „kleinen“ Gang auf dem Wohnbereich 1. Er begrüßt die ersten wachen Bewohner und hilft ihnen bei der morgendlichen Pflege und beim Anziehen. Andere sind derweil noch tief in ihren Träumen verwurzelt. Halb neun begeben sich die Bewohner zum Frühstück im mittleren Bereich der Station, entweder mit Unterstützung durch Gehhilfen oder noch völlig selbstständig. Nach dem Frühstück der Bewohner gegen zehn Uhr legt auch Manuel eine kurze Frühstückspause ein.

Die Kollegen von der Ergotherapie betreuen jetzt die Bewohner auf Station, um diese wieder fitter zu machen und insgesamt eine bessere Lebensqualität zu erreichen, werden u.a. Muskel aufgebaut zur Sturzprophylaxe, Wissensfragen gestellt oder der Umgang mit Hilfsmitteln trainiert. Manuel kümmert sich derweil um die Bewohner, bei denen er heute noch nicht war.

Nach dem Mittagsessen und wenn die meisten der Bewohner im Mittagsschlaf verweilen, dokumentiert er alle pflegerelevanten Vorkommnisse in der DAN-Software. Hier hat jeder Mitarbeiter Zugriff und kann sich umfänglich u.a. zur Behandlungspflege der Bewohner informieren. Manuel interessiert sich besonders für die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung und Therapie. Hier möchte er sein Wissen nach seiner Ausbildung gern noch weiter vertiefen.

Halb drei ist Vesperzeit. Die Bewohner trinken genüsslich ihren Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Danach werden Spiele gespielt oder ein Schwätzchen gehalten. „Favorit bei den Gesellschaftsspielen ist Bingo.“ erzählt Manuel. „Auch die die beim letzten Bingospiel verloren haben und eigentlich nie wieder mitspielen wollten, sind das nächste Mal wieder ganz vorn mit dabei.“ Aber auch große Feste wie z.B. Oster-, Sommer- oder Weihnachtsfest begeistern alle und bleiben immer lange in Erinnerung: „Noch Wochen erzählen die Bewohner von den Ereignissen.“ fügt Manuel an.

Manuels Dienst endet viertel vier. Er steht übrigens kurz vor dem Ende seiner dreijährigen Ausbildungszeit. Die Prüfungen Ende Mai nahen. Dabei muss er in der schriftlichen und mündlichen Prüfung den Stoff der ganzen drei Lehrjahre, der in sogenannten Lernfeldern aufgeteilt ist, parat haben. In der praktischen Prüfung im Juli zeigt er dann sein Können direkt im Altenpflegeheim.

Nach der Ausbildung will er noch etwas sparen, um dann in eine eigene Wohnung zu ziehen. Derzeit fährt Manuel mit dem Auto von seinem Elternhaus aus Elstertrebnitz täglich nach Zwenkau.

Auf die Frage, warum er sich für eine Ausbildung in der Pflege entschieden hat, antwortet er: „Die Arbeit mit den Menschen hat mich während meines Schülerpraktikums hier beeindruckt. Und das man so viel Dankbarkeit von den Bewohner zurückbekommt. Für Technik oder so habe ich mich nie interessiert. Aus dem Grund habe ich mich auch hier nach meinem Realschulabschluss beworben und gehofft das die mich nehmen.“

Und das hat auch geklappt, denn jedes Jahr hält das Altenpflegeheim vom DRK Ausbildungsplätze vor.

(Das Gespräch wurde geführt im Mai 2017.)