Pflegefachkraft
Teresa vom Azubi zur PflegefachkraftTeresa vom Azubi zur Pflegefachkraft

Azubi Teresa wird Pflegefachkraft in unserer WG für Menschen mit Demenz

„Man erlebt hier so viele bewegende Geschichten.“

Einen Einblick in ihren Arbeitsalltag gibt uns heute unsere Pflegefachkraft Teresa. Sie unterstützt das Pflegeteam in der Wohngemeinschaft Holzhausen für Menschen mit Demenz. Das Konzept der Wohngemeinschaft gibt Menschen mit demenzieller Erkrankung die Möglichkeit länger selbstbestimmt zu leben und ist damit für die Bewohner eine gute Alternative zum Heimeinzug. Insgesamt verfügt unsere WG über zwei getrennte Wohneinheiten mit je 8 Mietern, die auch Teresa täglich betreut.

Ursprünglich kommt Teresa aus Thüringen, ist aber vor einigen Jahren ins schöne Leipzig gezogen und absolvierte berufsbegleitend die Ausbildung zur Pflegefachkraft beim DRK. Bereits seit 3 ½ Jahren arbeitet die 23-jährige in der Wohngemeinschaft Holzhausen, eingestiegen als Pflegehelferin, unterstützte sie das Team bei den täglichen Arbeitsabläufen und schloss erst kürzlich ihre Berufsausbildung bei uns ab. Über einen Bekannten erfuhr sie damals von der Wohngemeinschaft in Holzhausen und war dann ziemlich schnell überzeugt, dass sie dort einsteigen möchte:

"Nachdem ich eine Weile in der WG als Pflegehilfskraft gearbeitet habe, entschied ich mich dann letztendlich doch für eine Ausbildung als Pflegefachkraft. Ursprünglich war das gar nicht mein Plan, aber ich habe mich hier direkt wohl gefühlt."

Da Teresa nun ihre Ausbildung erfolgreich absolvierte, steigt sie ab September direkt in der Wohngemeinschaft als examinierte Pflegefachkraft ein. Wir freuen uns riesig, dass uns Teresa auch nach ihrer Ausbildung erhalten bleibt.

Das Aufgabengebiet in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz unterscheidet sich nicht großartig von den Tätigkeiten in einem Altenpflegeheim – denn auch hier arbeitet man im 3-Schichten-System, unterstützt bei der Grund- und Behandlungspflege, es werden die Mahlzeiten vorbereitet, Medikamente ausgegeben und organisatorische Aufgaben erledigt.

"Bei mir ist jeder Arbeitstag unterschiedlich. Das mag ich auch so an dem Konzept der Wohngemeinschaft: Hier kann sich individuell um die Leute gekümmert und auf deren Bedürfnisse eingegangen werden, denn hier kann man nochmal ganz anders Zeit für die Bewohner aufbringen, als es den Mitarbeitern in großen Pflegeheimen möglich ist."

 

Zusätzlich war es Teresa auch schon möglich über den Tellerrand hinauszuschauen: So konnte sie Einblicke in die ambulante Pflege erhalten.

"Die Wohngemeinschaft und der ambulante Pflegedienst in Holzhausen gehören zusammen und da bin ich auch selbst in der Ausbildung mal mitgefahren. Es ist einfach etwas komplett Anderes als hier in der WG, man lernt andere Menschen kennen und macht neue Erfahrungen. Das war eine coole Abwechslung!"

Während ihrer Ausbildung schaute bei Teresas Aufgaben immer einer Fachkraft über die Schulter. Doch ab September hat das ein Ende, denn dann ist Teresa selbst eine Fachkraft und darf vielleicht dem ein oder anderen Azubi über die Schulter schauen.

Allen Interessenten für eine Berufsausbildung in der Pflege möchte sie noch Folgendes ans Herz legen:

"Die Ausbildung an sich habe ich als sehr angenehm empfunden, denn ich wurde hier nicht als ‚Azubi‘ abgestempelt. Vielmehr fühlte ich mich sehr wertgeschätzt, mir wurde zugehört und ich wurde von den Mitarbeitern geachtet. Angst mit einem Problem zu meinem Vorgesetzten zu gehen hatte ich nie, denn hier wird, meiner Meinung nach, auf Augenhöhe kommuniziert.

In der Altenpflege sollte man auf jeden Fall geduldig mit den Patienten sein – und empathisch. Empathie, sich einfach in die Leute hineinzuversetzen, ist in meinen Augen das Wichtigste, wenn man mit pflegebedürftigen Menschen arbeitet." 

 

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss Teresa und viel Spaß weiterhin bei deiner Arbeit in der Wohngemeinschaft Holzhausen!

(Das Gespräch wurde geführt im August 2020.)