Ausbildung; DRK
Ausbildungsbeauftragte Caro KowalschekAusbildungsbeauftragte Caro Kowalschek

Im Gespräch mit Carolin Kowalschek

Seit Mai des letzten Jahres ist Carolin Kowalschek für unseren Kreisverband als Ausbildungsbeauftragte tätig. Wir treffen sie, während sie sich auf ein Gespräch mit einem Auszubildenden vorbereitet.

Nach ihrem BWL-Studium sollte es unbedingt etwas mit mehr Sinn sein. So begann sie durch das Studium Soziologie und Erziehungswissenschaften ihren Weg in die soziale Richtung. Schon während dieses Studiums engagierte sich die 34-Jährige für junge Menschen, unterstütze diese auf ihrem Weg zum Beruf und organisierte als Vorstandsvorsitzende die Studentische Arbeitsvermittlung STAV e.V. in Dresden. Ihren Lebensmittelpunkt verlagerte Carolin im letzten Jahr nach Leipzig, um näher an Familie und Freunden zu sein und kam so zum Deutschen Roten Kreuz.

„Die Arbeit habe ich mir im Grunde genauso vorgestellt. Ich bin für alle Belange der Azubis zuständig, bis zum Übernahmegespräch nach der letzten erfolgreichen Prüfung: das betrifft natürlich vor allem die gesamte Organisation der Ausbildung, ich bin aber auch da, wenn mal eine neutrale Gesprächsperson gebraucht wird und habe immer ein offenes Ohr für alle Azubis. Ich koordiniere Schule und Praxis, bin im stetigen Austausch mit den Praxisanleitungen und stehe den Einrichtungsleitungen bei Fragen zur Verfügung. Da ist jeder Tag anderes.“

Ihr Job beginnt eigentlich schon vorher, sozusagen mit dem Eingang von Bewerbungen für unsere Ausbildungsplätze, gefolgt von der Organisation und Unterstützung beim Auswahlprozess sowie der Gestaltung der Willkommenskultur. Während der Ausbildungszeit führt sie Feedbackgespräche mit unseren Azubis, um den Ausbildungsverlauf zu beurteilen, aber auch für etwaige Sorgen und Nöte als Mentorin zur Verfügung zu stehen. Sie freut sich darauf, in diesem Jahr endlich alle Auszubildenden mindestens einmal persönlich getroffen zu haben. 

„Mein Ziel ist es, die Praxis mit der Theorie mehr zu verzahnen und die Qualität der Ausbildung weiter auf dem hohen Niveau zu halten. Dazu möchte ich auch gemeinsam mit den Azubis nach Lösungen suchen. Ihre Ideen sind mir wichtig.“

Insgesamt ist Carolin Kowalschek derzeit für 78 Auszubildende zuständig. Darüber hinaus ist sie auch Ansprechpartnerin für 63 Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sowie unsere Einrichtungsleitungen. Sie organisiert die PAL-Treffen für einen Austausch sowie die Erarbeitung von einheitlichen Lehrmethoden und Arbeitsmaterialien. Derzeit ist dies im Kitabereich ein Schwerpunk, darüber hinaus die generalistische Pflegeausbildung ohne den Blick auf die Altenpflegeausbildung zu verlieren. Im Rettungsdienst sind die Feedbackgespräche für dieses Ausbildungsjahr bereits abgeschlossen. Hier läuft die Zusammenarbeit vornehmlich über den Hauptpraxisanleiter mit den sieben Azubis.

Ihre Arbeitszeit und -ort passen sich immer den Aufgaben an. So ist sie teils im Büro teils in den Einrichtungen anzutreffen. Anfragen per E-Mail oder Telefon kann sie zeitnah beantworten.

„Ich bin hier gut angekommen. Die Vielfältigkeit, die Arbeit mit den unterschiedlichsten Arten von Menschen und das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, das ist genau das wonach ich gesucht habe.“

(Gespräch wurde Anfang des Jahres 2021 geführt. Die Bilder entstanden im Laufe des Jahres 2020.)